10 Tipps für Sri Lanka

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Knapp drei Wochen hatten wir Zeit, um Sri Lanka in den Weihnachtsfeiertagen zu erkunden. Vier Orte auf unsere Tour haben wir vorab fixiert, zwei weitere sind spontan hinzugekommen. Unser Ausgangspunkt Richtung Süden war Colombo. Von dort ging es über Kalutara nach Hikkaduwa, Galle, Tangalle und abschließend Mirissa.

Selten habe ich so freundliche Menschen und so unterschiedliche Orte gesehen, die oftmals nur wenige Kilometer voneinander entfernt lagen. Leider konnten wir nicht das Landesinnere besuchen, aber das heben wir uns für das nächste Mal auf, eine Best of-Liste (die ich locker um 30 weiter Punkte erweitern könnte) habe ich aber vorbereitet.

Colombos Märkte

Colombo ist mit Sicherheit ein guter Ausgangspunkt, allerdings hat man in ein bis zwei Tagen so ziemlich alles gesehen. Der eine oder andere Cocktail auf einer Rooftop-Bar wie dem Kingsbury und ein Abendessen im Chutneys oder Agra gehören zum (eher hochpreisigen) Pflichtprogramm, man sollte aber auch in den einheimischen Straßenküchen essen, die geschmacklich oft in nichts nachstehen.

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Einen Tagesausflug einplanen kann man auch für den Besuch in Pettah und dem dortigen Marktviertel, auf dem es jede Menge Gewürze, frisches Obst, Gemüse, aber auch Schuhe, Möbel und Mini-Restaurants gibt. Hier leben, arbeiten und kaufen Einheimische ein, was man auch an den niedrigen Preisen sieht.

Bustrip

Von Colombo in den Süden gibt es zwei spannende Möglichkeiten: Zug oder Bus. Wer starke Nerven hat, dem empfehle ich eine Busfahrt. Für Europäer ist es ungewöhnlich, dass die Türen während der ganzen Fahrt geöffnet sind, laute Musik aus den Boxen dröhnt und permanent Leute bei zügiger Geschwindigkeit auf- oder abspringen. Auch, dass man sich eigentlich so gut wie immer auf der Gegenfahrbahn (ja mit Gegenverkehr) befindet, wirkt auf den ersten Blick irritierend. Man gewöhnt sich aber daran und ab der dritten Busfahrt wird alles ganz normal. Für den besonderen Thrill sollte man sich in die erste Reihe setzen.

Tsunami Foto Museum

Hikkaduwa ist ein toller Ort, um zu surfen. In der Hochsaison sehr touristisch, aber angenehm zu relaxen. Einen Besuch wert ist das Tsunami Photo Museum, das man ca. 10 km vor Hikkaduwa kostenlos besuchen kann und sich von freiwilligen Spenden finanziert. Sri Lanka war vom Tsunami 2004 ja besonders stark betroffen.

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Seit zehn Jahren wurden Fotos, Zeitungsberichte und Zeichnungen des Unglücks gesammelt. Die Eigentümerin erzählte uns, dass damals erstens niemand wusste, was genau ein Tsunami sei und nach der ersten Welle viele Neugiere zum Wasser, das sich rund 1 km zurück zog, gingen. Zusammen mit den Bildern und Texten die man dort sieht, gehen einem die Ereignisse auch zehn Jahre später noch sehr nahe.

Galle Fort

Galle Fort ist die Befestigungsanlage in Galle und eine schöne, romantische Altstadt, die genau so gut an einer Mittelmeerküste liegen könnte. Früher war es das Handelszentrum Sri Lankas, heute kann man dort vor allem die von den Holländern errichteten Bauwerke und viele Museen bewundern. Es gibt jede Menge netter Cafes, Restaurants und man kann das gesamte Fort gut in zwei Tagen zu Fuß durchqueren.

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Der Sonnenuntergang ist sehenswert, also tummeln sich gegen Abend viele Touristen auf der Suche nach dem perfekten Motiv. Übrigens auch ein Highlight, aber dazu später mehr.

Jungle Beach

Der nächste Strand in der Nähe von Galle ist der Jungle Beach. Ein Geheimtipp, der eigentlich gar keiner mehr ist. Ein wirkicher Geheimtipp ist allerdings, dass es zwei Jungle Beaches gibt, die getrennt voneinander zu erreichen sind. Während sich am ersten Strand (der übrigens nicht länger als 50 Meter ist) die "Massen" tummeln, ist der zweite Strand, der etwas versteckter liegt fast menschenleer.

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Zu erreichen ist dieser über die Steine am Ostende des kleines Strandes oder über den Wald. Allerdings sollte man sich dann nicht bis zum Tempel fahren lassen, sondern bei dem kleinen Schild gut 200 Meter vorab stehen bleiben und durch die Wald runtergehen. It's worth it.

Rekawa beach - The turtle nest

Für Ruhesuchende, und damit meine ich absolut Ruhe suchende, gibt es 10 km außerhalb von Tangalle das Turtle Nest, mit genau 2 Chalets, das von Einheimischen betrieben wird. Das Team hat wirklich versucht uns jeden Wunsch von den Augen abzulesen und waren mehr als zuvorkommend.
Direkt davor liegt Rekawa Beach, mit Sicherheit der schönste und menschenleerste Strand, den ich jemals gesehen habe.

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Dorthin verirren sich so gut wie keine Touristen, allerdings aufgrund der Meeresströmungen auch nicht zum Schwimmen geeignet. Ein paar Hundert Meter den Strand entlang gibt es einen kleinen aber feinen rock pool, in dem man vor der Strömung geschützt auch baden kann.
Wer Glück hat sieht bei einem Strandspaziergang auch Schildkröten, die in den Wellen surfen.

Yala National Park

Von Tangalle aus erreicht man in ca. 1,5 Stunden den Yala Nationalpark als Ausgangspunkt für Morgen-, Abend- und Ganztags-Safaris. Wir haben uns halbwissend für eine Morgensafari entschieden, die leider nur ca. 2 Stunden dauert und wie soll ich sagen: Offensichtlich sind die Tiere von den Jeep-Kolonnen nicht angetan und so haben wir in etwa die gleichen Tiere gesehen wir vor unserem Chalet. Das lag auch daran, dass wir (obwohl wir um 4.30 aufgestanden sind), erst gegen 7 Uhr früh dort waren, was sich als viel zu spät herausstellte.

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Mein Tipp: Eine Ganztags-Safari, die spätestens um 6 Uhr morgens startet oder noch besser eine 2-Tages-Safari. Dann hat man auch Gelegenheit die wunderschönen Strände im Park zu besuchen.

Raja and the Whales

Mit Mirissa ist da so eine Sache. Von allen Orten, die wir besucht haben, hat es uns dort eigentlich am wenigsten gefallen. Zu touristisch und die Wellen zum Surfen waren eher bescheiden. Eine tolle Adresse, um den Tag dennoch zu genießen ist der Paradies Beach Club, mitten im Ort und wie der Name sagt, am Strand gelegen.

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Mirissa hatten wir uns eigentlich nur wegen dem Whale watching ausgesucht. Wirklich empfehlen kann ich dafür Raja & the Whales und zwar aus folgendem Grund: Sie fahren mit den Booten nicht zu nah an die Wale heran und respektieren sie. Andere Anbieter versuchen für das beste Foto möglichst nah ranzukommen, vertreiben damit aber erstens die Tiere und stören sie dadurch. Das muss eigentlich nicht sein und man kann sich gleich für die verantwortungsvollere Alternative, die sich preislich überhaupt nicht unterscheidet, entscheiden.

Was man wissen muss: Blauwale sind 27 Meter lang, das bedeutet man sieht immer nur recht wenig vom Körper. Besser als 200 Fotos pro Minute zu schießen ist es, den Augenblick einfach zu genießen.

Zugfahrt

Nachdem wir, oder eigentlich nur meine bessere Hälfte, kurzzeitig überlegt haben, den letzen Badetag zu kürzen (pff), um insgesamt 18 Stunden mit dem Zug durchs Hinterland zurück nach Colombo zu fahren, haben wir uns für die vergleichsweise kurze Zugfahrt die Küste entlang nach Colombo entschieden.

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Zug fahren ist ein Erlebnis, so bei offener Türe, und hat uns nochmals auch die Seiten und Gegenden der Westküste gezeigt, die nicht im Reiseführer stehen. Wer wie wir die ganze Zeit den Kopf aus dem Fenster streckt darf sich nicht erschrecken: Die Züge fahren sehr knapp aneinander vorbei.

Touristen fotografieren

Die Sonnenuntergänge auf Sri Lanka sind atemberaubend schön. Wenn man sie live erlebt! Es verhält sich ähnlich wie beim Whale watching oder dem Besuch im Nationalpark. Nur wenige Fotografen vermögen es mit ihrer Handykamera diese Stimmung einzufangen. Was sie allerdings nicht daran hindert, dies zu tun.

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Ein ganz besonders spannendes Motiv am Abend bieten also Touristen, die am Strand den Sonnenuntergang fotografieren, anstatt den Sonnennuntergang wirklich zu erleben.

Und hier noch ein paar Fotos, bunt gemischt. Enjoy!

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Wer von euch war schon einmal auf Sri Lanka? Ich sage das nicht oft, da es ja noch so viele Plätze auf der Welt zu bereisen gibt, aber ich glaube, Sri Lanka wird mich nochmals sehen. Über weitere Tipps freue ich mich.

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Sabrina Hanneman

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