Eine Hymne auf Arcade Fire

Bands gibt es viele. Gute auch, aber wenige schaffen es so wie Arcade Fire, mich mit jedem Album neu zu begeistern. Aber klar, das sagt schließlich jeder Fan.

Nichts desto trotz kann ich das Gekreische, Geheule und die Nervenzusammenbrüche von Teens, Tweenty-Somethings und (vielleicht noch) deren Müttern kaum nachvollziehen. Campieren vor der Konzerthalle, womöglich noch über mehrere Nächte? Ebenfalls unvorstellbar. BHs und Slips werfe ich übrigens auch keine auf die Bühne. Soweit, so durchschnittlich.

Das liegt nicht zuletzt wohl auch ein wenig daran, dass die Tendenz zu solch einer Hingabe wohl eher ein Boygroup-Phänomen ist. Meine New Kids on the Block-Bettwäsche im zarten Alter von sieben Jahren war schon das höchste der Gefühle. Alleine dafür habe ich mich über die Jahre rückblickend genug geniert. Kaum nachvollziehbar also, dass ich mich hier erneut oute.

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Aber nun zurück zur eigentlichen Story. Ich wollte ja über meine Lieblingsband Arcade Fire schreiben. Die Songs der Indie-Rocker stehen ganz klar für meine Zwanziger. Die drei Alben "Funeral", "Neon Bible" und "The Suburbs" gehören in jede Playlist.

Da gab es schon mal Tage, an denen das gleiche Lied immer und immer wieder auf- und abgespielt wurde. Dreißig mal hintereinander ohne Begeisterungsschwund, kein Problem. Das treibt andere an die Grenzen der nervlichen Belastung und erfüllt mich vollends in meinem Fan-Dasein.

Die acht Kanadier sehen so herrlich normal aus und könnten auch die Mieter aus der Nebenwohnung sein. Und genau das macht sie so sympathisch. Ich hab einen Faible für solche Bands. Wer die Pixies kennt, weiß was ich meine. Ich war schon bei Konzerten in Los Angeles, München, Wien und am 22. Juni folgt der nächste Auftritt in Wiesen. Auch wenn das Konzert in L.A. sich eher zufällig mit dem Urlaub überschnitten hat. Ja, ich wäre aber auch durchaus bereit, für ein Konzert um die halbe Welt zu fliegen.

Arcade Fire ist für mich mehr als eine Band. Es hängen jede Menge Erinnerungen dran. An Lebensabschnitte, Freunde, Dramen, aufregende Zeiten und vor allem jede Menge Spaß. Songs wie "Rebellion lies" oder "No cars go" sind das perfekte Autofahrer-Lied. Jung - wild - frei! Da wird selbst die Fahrt von Purkersdorf nach Klosterneuburg zu einem Trip auf der Route 66.

Diese Band steht für ein Lebensgefühl und die Leidenschaft für Musik, die ich unter anderem mit meiner besten Freundin teile. Denn die ist im Idealfall auch immer mit dabei. Es ist ein Fixpunkt im Terminkalender. Wir schaffen es, uns drei Monate nicht zu sehen, aber bei solchen Anlässen gibt es keine Ausreden. Das verbindet. Karten werden natürlich immer direkt am Tag des Verkaufsstarts besorgt. Sicher ist sicher!

Da eine Band aber immer neue Fans benötigt, hier ein Auszug meiner Playlist für euch:

Rebellion lies

Ready to start

Arcade Fire & David Bowie: Wake up

Keep the car running

We used to wait

Black mirror

The Suburbs

Wo sind die Arcade Fire Fans unter euch? Wer von euch kennt sie, liebt sie und wer fährt auch nach Wiesen?

Saved: Life, Music
Sabrina Hanneman

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