Es ist alles (un)echt

Aktuell schreit die Welt mal wieder auf! Julia Roberts ist diesmal der Grund allen Übels. Oder eigentlich L'Oreal. Die haben es offensichtlich zu gut gemeint und die Falten der 43-Jährigen im Rahmen der aktuellen Lancôme-Kampagne auf Teenager-Niveau reduziert. Das wiederum gefiel der britischen Werbeaufsicht Advertising Standard Authority so gar nicht. Irreführend soll die Werbung sein.

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Ich möchte ja nicht den Advocatus diaboli raushängen lassen, aber irgendwie finde ich die Diskussion lächerlich. Jede auch nur einigermaßen klar denkende Frau wird erahnen, dass - oh Wunder - bei dieser Kampagne Photoshop eingesetzt wurde. Vor allem in Anbetracht dessen, dass viele Promis immer wieder mit Bodydoubles arbeiten und die natürliche Schönheit im allerbesten Fall eine modeltaugliche Halbwertszeit von rund 35 Jahren aufweist. Models, Stars, Politiker, Sportler - es wird retuschiert was das Zeug hält.

Es gibt unzählige Beispiele so genannter irreführender Werbung. Da muss man schon ein wenig an die Mündigkeit des Einzelnen appellieren. Ich würde mich ja auch nicht bei Evian beschweren, wenn mein Nachwuchs auf Inline-Skates nicht so durch die Gegend saust, wie mir in diesem Video suggeriert wird.

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Ob das Einfrieren der Kampagne L'Oreal geschadet hat, wage ich zu bezweifeln. Bei der Fülle an Testimonials, die uns tagtäglich aus Zeitschriften, von Plataktwänden oder online entgegen strahlen, konnte L'Oreal unterm Strich eigentlich nichts Besseres passieren. Dank der Werbeaufsicht wurde garantiert, dass die Kampagne nicht nur in Großbritannien, sondern auch international bekannt wurde.

Was alles schiefgehen kann, zeigt ein kleiner Auszug aus bekannten Fashion Photoshop Disasters, die ich am amüsantesten finde.

Fornarina Lindsay Lohan

Shiseido

Kate Winslet

Ralph Lauren

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Sabrina Hanneman

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