Mit Haien geschwommen und Hunden Gassi gegangen

Vor kurzem bin ich aus dem Winterurlaub zurückgekehrt. Geplant war eigentlich, euch währenddessen auf dem Laufenden zu halten. Urlaubsfaulheit und nicht flächendeckendes WLAN haben meine Ambitionen aber zunichte gemacht. Deshalb folgt nun mit einiger Verspätung mein Urlaubsresümee und eine Zusammenfassung meiner persönlichen Best-of-Holiday-Erlebnis-Liste für euch!

Bangkok

Erster Stop der Reise war Bangkok. Ein Kurztrip dorthin sollte auf alle Fälle mit einer Bootsfahrt über den Chao Phraya River begonnen werden. Viele Sehenswürdigkeiten befinden sich in Flussnähe und wer einen kompetenten Guide mit hat, kann einiges von so einer Fahrt mitnehmen.

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In der Stadt bewegt man sich am besten per Tuk Tuk durch die Massen. Das kann nicht schaden, um auch ein wenig an Orientierung zu gewinnen. Diese kann sich aufgrund der Größe und Unüberschaubarkeit der Stadt in den ersten Tagen schon mal verabschieden.

Zimperlich darf man dabei allerdings nicht sein. Gefahren wird, wo gerade Platz ist uns so findet man sich schon mal mit recht hoher Geschwindigkeit auf der Gegenfahrbahn wieder. Das gehört so, das macht jeder so. Also nur nicht die Nerven wegschmeißen, wenn der Laster auf euch zurollt.

Ein Besuch im Vertigo

Nicht kleckern, sondern Klotzen ist das Motto im Vertigo. Genussmenschen sind hier sehr gut aufgehoben. Es gibt jede Menge kulinarische Highlights, super Cocktails und eine sensationelle Aussicht. Kaum geeignet allerdings für die kleine Brieftasche, aber gerade am Abend erlebt man die Stadt in diesem Sophisticated Environment von seiner schönsten Seite.

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Patpong Streets

Soviel Glamour benötigt ein Kontrastprogramm. Nichts passt da besser, als ein spontaner Wechsel in die Patpong Streets. Bars, Discotheken und Bordelle - hier ist für jeden etwas dabei und wer feiern möchte ist hier gut aufgehoben.

Blöd nur, wenn man sich irgendwie in den ersten Stock verirrt. Oder rauf gelotst wird. Auch wenn Ping Pong Shows ja zum dortigen Kulturgut zählen und man das ja angeblich mal gesehen haben muss. Meiner Meinung nach ein eher überschaubares Vergnügen. Wie auch immer: Die Rechnung, die euch in den Bars serviert wird besteht zu 10 Prozent aus erbrachter Leistung und zu 90 Prozent aus der Einschätzung eures Kontostand. Und wir waren verdammt gut angezogen an diesem Abend. Widerstand so gut wie zwecklos, außer man möchte sich gegen vier Damen behaupten, die es in der Mittelklasse mit jedem Boxer aufnehmen könnten.

Ancient City

Weil wir ja nicht nur durch die Bars und Clubs tingeln wollten, durfte auch ein wenig Kulturprogramm nicht fehlen. Doch, wie kriegt man möglichst viel in 72 Stunden unter? Nach Erkundungstouren durch Chinatown und endlosen Fußmärschen hieß die Lösung für uns Ancient City.

Es ist das größte Freilichtmuseum der Welt und bietet auf 128 Hektar thailändische Sehenswürdigkeiten, die über das ganze Land verstreut sind. Quasi der Thailand-Kultur-Crashkurs für Anfänger. Nach rund fünf Stunden Besichtigung waren wir fix und fertig, konnten aber jede Menge an Eindrücken mitnehmen. Stand der Fotos beim Abflug nach Singapur: 900.

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Silvester in Singapur

Keine Stadt ist gepflegter und sauberer. Zu Beginn wirkt es ein wenig unwirklich, als wäre man auf einem Filmset. So viel schmucke Umgebung hat seinen Preis. Glücklich schätzen darf sich, wer Einheimische kennt, da die Touristenpfade nicht nur sehr akribisch angelegt sind, sondern auch mit echten Wucherpreisen aufwarten. Aber man bekommt auch etwas für sein Geld. Wer auf Fast Food steht, sich aber nicht schlussendlich beim Subway oder Burger King wieder finden und dafür das ursprüngliche Singapur kennen lernen möchte, sollte unbedingt einen der Foodcourts in Little India oder Chinatown besuchen.

Aber nicht alles ist so teuer, das man dabei gleich aus den Latschen kippt. Wer Schuhe kaufen möchte, ist hier gut aufgehoben. Durchschnittlich kosten handgefertigte Schuhe um die 180 Euro, normale Stücke gibt es zwischen 20 und 50 Euro. Keine Frage, dass ich da natürlich zugeschlagen habe. 9 Mal gleich.

Sentosa Island und Universal Studios

Auf alle Fälle einen Ausflug wert ist Sentosa Island. Neben den Universal Studios gibt es dort auch jede Menge Freizeitangebote. Ich war noch nie in den Studios und deshalb auch umso gespannter. Unser, oder besser gesagt, der unermüdliche Einsatz meiner besseren Hälfte als Fotograf hat mir zu guter Letzt nicht nur ein Foto mit der Madagaskar-Crew, sondern auch mit Shrek eingebracht. Mission completed sozusagen. Und ja, ich weiß, dass ich theoretisch aus dem Alter draußen bin, aber ich hätte dafür schon das eine oder andere Kind zur Seite geschoben.

Shrek and me

Countdown Party

Wir waren ja über Silvester in Singapur. Ich bin mir sicher, das anderorts coole Partys stattgefunden haben. Direkt an der Marina Bay war die Stimmung kurz vor 12 ziemlich ausgelassen und rund zehn Minuten danach aufgrund von Aufbruchsstimmung auch schon wieder vorbei. Schade eigentlich bei der Location. Das Feuerwerk war zwar wirklich sehenswert, die 500.000 Menschen, die pünktlich um 0.15 in eine Richtung durch die Stadt geschoben wurden, dann eher weniger.

Nach rund 8 Tagen Städteurlaub waren wir dann aber auch wirklich reif für die Insel(n).

Ballermann-Stimmung auf Phuket

Testosterongeschwängerte Luft trifft auf thailändische Girls, die ihre Dienste anbieten. Mc Donalds, Starbucks, Burger King und Co. reihen sich am Patong Beach nebeneinander. Für uns war Phuket zum Glück nur eine zweitägige Zwischenstation. Eine Spielwiese für Männer jeder Altersgruppe, die sich die Hörner abstoßen wollen oder eine Ehe-Auszeit benötigen. Amüsant zu beobachten, aber nach ein paar Stunden hat man mehr oder minder alles gesehen.

Wir haben die Insel per Moped erkundet und so dennoch einige wirklich schöne Plätze gefunden. Nichts desto trotz, Phuket wird mich so schnell wahrscheinlich nicht wieder sehen.

Ko Phi Phi

Mit der Fähre ist Ko Phi Phi von Phuket aus in rund 2 Stunden zu erreichen. Man denkt an eine einsame Insel, aber nach der Ankunft am Pier ist uns aufgrund der Touristenmassen kurz das Herz stehen geblieben. Klingt blöd, wenn man selbst einer ist, aber die Hoffnung auf ein wenig Einöde stirbt ja bekanntlich zuletzt.

Mit dem Longtail-Boot ging es weiter zum Phi Phi Beach und Relax Resort, das zum Glück recht ruhig und abgelegen liegt. Ruhe soweit das Auge reicht und nur eine überschaubare Anzahl an Touristen. Insgesamt ein herrlicher Rückzugsort.

Shark Trip

Geplant war auch ein Shark Trip, also mit dem Boot eine gemütliche Runde auf dem Wasser drehen und den Haien, bei was auch immer sie gerade tun, zusehen. Und hier das Outing: Seit frühester Kindheit und vermutlich ganz konkret seit jener Baywatch-Folge, wo es einen Haiangriff gab, habe ich Angst vor diesen Tieren. Nicht das ich außerhalb von irgendwelchen Aquarien schon jemals einen Hai gesehen habe. Aber trotzdem. Ich dachte mir also, es kann nicht schaden, diese Tiere mal aus sicherer Distanz zu beobachten. So als Eigentherapie quasi.

Was ich nicht wusste: Shark trip bedeutet nicht, dass man dabei im Boot relaxen kann, sondern das man live dabei ist - im Wasser. Nach kurzen Panikattacken hat mein Stolz dann aber doch gesiegt. Am Boot sitzen bleiben, während meine bessere Hälfte mit den Haien schnorchelt? Kommt gar nicht in Frage! Im Nachhinein war es vermutlich das coolste Erlebnis, das ich seit langem hatte. Vor allem aber hat es mir geholfen, meine Angst vor dem Meer und seinen Bewohnern im Allgemeinen mit einem Schlag zu bekämpfen. Gut gemacht, ich habe mir einen Schulterklopfer verdient.

Maya Bay

Da wir schon in der Gegend waren, durfte der obligatorische Ausflug zur Maya Bay natürlich nicht fehlen. Richtig, jener Strand, an dem vor ewiger Zeit "The Beach" gedreht wurde. Nur soviel: Im Film war es natürlich hübscher. Das könnte aber auch an den Touristen liegen, die bereits um 9 Uhr morgens in Massen über die kleine Bucht hereinfallen.

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Das Schnorcheln war dennoch sensationell und ein echtes Erlebnis. Nur die Unterwasserkamera hat gefehlt.

Ko Lanta

Letzter Stop unserer dreiwöchigen Reise war Ko Lanta. Trotz wachsendem Tourismus ist die Ursprünglichkeit der Insel im Großen und Ganzen erhalten geblieben. Es gibt jede Menge schöne Plätze, die man am besten mit dem Motorrad erkundet.

Im Süden der Insel befindet sich der Nationalpark, wo man noch so gut wie alleine neben Affen relaxen und schwimmen kann.

Bei einer unserer Touren sind wir zufällig beim Lanta Animal Welfare vorbeigefahren. Einem Heim, dass sich um kranke oder misshandelte Hunde und Katzen kümmert. Finanziert wird es aus rein privaten Spenden und Freiwilligen, die oftmals während ihres Urlaubs mithelfen. Unverhofft kommt oft. Nur wenige Minuten später sind wir mit einem der Hunde Gassi gegangen. Nachdem ich ja vor nicht allzu langer Zeit von einem Hund gebissen wurde, war das ein schöner Weg wieder Frieden zu schließen.

Wer das Partyleben sucht, ist auf Koh Lanta zwar nicht fehl am Platz, aber es geht mehr oder weniger gemütlich zu.

Ein Geheimtipp ist aber sicherlich die Mong Bar. Wer Gelegenheit hat, sollte hier unbedingt vorbeischauen und die hauseigenen Cocktail-Kreationen versuchen.

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Fazit

Im Großen und Ganzen hatten wir die ideale Urlaubsmischung von Party und Erholung. 2 Städte in acht Tagen war dann aber doch etwas viel. Für den nächsten Urlaub ist definitiv ein längerer Aufenthalt abseits der Großstädte geplant. Kambodscha steht da schon mal recht hoch im Kurs bei uns. Reisetipps sind schon jetzt gerne willkommen ;)

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Sabrina Hanneman

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